HOF 251

Social Housing + Kindergarden

LOCATION

AREA

STATUS

YEAR

Basel, Switzerland

3.400 m²

Competition

2021

WOHNUNGSSTURKTUR

Flexibilität und Alltagstauglichkeit sind ein zentraler Bestandteil der Planung. Dies wird durch die Grund­rissgestaltung ermöglicht - flexibler/zusammenlegba­rer Wohn-Essbereich, nutzungsneutrale Wohnräume, zuschaltbare Zimmer, zusammenlegbare Wohnungen.

Auf spezielle Wohnbedürfnisse von vulnerablen Per­sonen wird in den Wohnungen durch Kombinations­möglichkeiten der Wohnungen eingegangen, um den erhöhten Bedarf an Betreuung zu ermöglichen.

Jede Wohnung hat eine Loggia und Balkon, die gut nutzbare Proportionen aufweisen.

Aufgrund der Kompaktheit der Wohnungs­grundrisse wird eine Vielzahl an unterschiedlich nutzbaren Gemeinschaftsflächen angebotenen. Groß­zügige Erschließung erweitert mit Hofterrassen bietet verschiedene Plätze für Kommunikation.

Gute Beleuchtung und vielfältige Blickbeziehungen schaffen angstfreie Wege und Aufenthaltsorte.


GEBÄUDEHÜLLE

Das kompakte Gebäude mit günstigem Verhältnis von Oberfläche zu Volumen führt zu einem niedrigen Heiz­energiebedarf. Eine hervorragende Wärmedämmung reduziert Wärmebedarf stark und ermöglicht das Erreichen der Miner­giekennzahl.

Die massiven Decken aus Beton im EG/1. OG und Massivholz ab dem 2. OG puffern kurzfristige Temperatur­schwankungen und wirken dadurch ausgleichend auf das Raumklima. Sie verhindern - zusammen mit dem effizienten äusseren Sonnenschutz und der Möglichkeit einer sommer­lichen Nachtauskühlung über die hofseitigen Fenster – ein Überhitzen der Räume im Hochsommer.

Wärmeabgabe erfolgt über thermostatisch regulierte Bodenheizflächen.

Das Gebäudedach wird mit ca.120 m2 Photovoltaik be­legt. Der erzeugte Strom der Abdeckung des Eigenbedarfs. Allfällige Überschüsse werden ins IWB-Netz eingespiesen.

Bei Bedarf kann die ganze Dachfläche zur Stromerzeugung genutzt werden.

Die Wohnungen und Büros werden grundsätzlich über die Fenster belüftet.

Die Kochfelder sind mit Umlufthauben versehen. Die innenlie­genden Nassräume werden von Einzel-Abluftventilatoren mit langer Nachlaufzeit über Dach entlüftet.

Die Ersatzluft für die abgesaugte WC- und Badabluft strömt über die Fassade durch fassadenintegrierte, schallge­dämmte Nachströmelemente nach. Die Räume werden dadurch bei einem Betrieb der WC- und Badabluft mit Aussenluft durchströmt, was eine Mindestlüftung und ein mi­nimales Abführen der im Raum anfallenden Feuchtigkeit ge­währleistet.

Ein Lüftungsgerät ohne Lufterhitzer, dafür mit einer sehr gu­ten Wärmerückgewinnung, be- und entlüftet die UG-Räume minimal. Es werden dadurch keine Lichtschächte benötigt, und ein Auskühlen des Untergeschosses durch permanent offenstehende Fenster wird verhindert.


FREIRAUM UND ÖKOLOGIE

Der Vorplatz, das neue Kindercafé in der Tramwartehalle, der Spielgarten des Kindergartens und die Gemeinschaftsterrasse auf dem 1.OG stellen die Grundelemente des Freiraumes dar. Der großzügige Vorplatz dient als Eingangsbereich und Treffpunkt zugleich. Die Sitzelemente regen zum Verweilen an und tragen zu Kommunikation und Austausch zwischen den BewohnerInnen bei. Die Bestandsbäume, die vollständig erhalten bleiben, betonen den Raum und spenden im Sommer Schatten. Links und rechts vor dem Eingang befinden sich die Veloabstellplätze sowie eine Fläche für die Anlieferung des Kindergartens. Entlang der Fassade befindet sich ein Stauden- und Gräserstreifen als Puffer zum Straßenraum. Die Tramwartehalle wird mit einem Kindercafé aufwertet, das sowohl eine Spielzeugtauschbörse als auch ein Märchenbücherregal beherbergt. Die Kioskhocker in der Waldighoferstrasse, bringen Aufenthaltsmöglichkeiten auch in den Straßenraum. Der Spielgarten des Kindergartens besteht aus einer umlaufenden Terrasse und Spielfeldern, die unterschiedliche Spielangebote beinhalten wie etwa Balancierbalken, eine Berg-Spiellandschaft, eine Rutsche sowie eine Sandkiste. Zusätzlich befindet sich entlang der Grundgrenze zur Waldighoferstrasse eine Nachhecke. Auf dem 1.OG liegt die Gemeinschaftsterrasse, die das Herzstück des gemeinschaftlichen Bereich abgeschirmt und als grüne Erweiterung der Loggien konzipiert. An der Schnittstelle zwischen Loggien und Rasenfläche ist eine Sitzstufe geplant. Freiraumes auf dem Bauplatz darstellt. Urban Gardening, eine lange Sitzbank und Table Commune stehen allen BewohnerInnen zur Verfügung und regen zum Kennenlernen sowie gemeinsamen Gärtnern und Kochen an. Die privaten Gärten sind durch die erhöhte Sitzlehne der langen Bank vom gemeinschaftlichen.